Ermittlungen gegen polnische Strabag Tochter
Gegen die polnische Tochter des bekannten Unternehmens Strabag sind in diesen Tagen Ermittlungen eingeleitet worden. Glaubt man den Angaben, so geht es vorrangig um Kartellabsprachen bei öffentlichen Ausschreibungen. Die Sprecherin des Strabag Konzerns bestätigte, dass es derartige Ermittlungen gäbe. Allerdings werden sämtliche Vorwürfe von der Sprecherin Diana Klein zurückgewiesen.
Glaubt man wiederum den Aussagen des polnisch-deutschen Nachrichtenportals „polskaweb“, so scheint doch etwas an den Vorwürfen dran zu sein. Der Vorstand der Strabag Polska, Pawel Antonik, wurde dem Nachrichtenportal zufolge festgenommen und befragt. Auf Kaution kam er jedoch vorerst wieder frei. Klein bestätigte indes, dass man die Vorwürfe ernst nehme und ihnen nachgehe. Die interne Revision von Strabag überprüft die Vorgänge im polnischen Tochterunternehmen derzeit.
Allerdings ginge es keinesfalls, wie von „polskaweb“ berichtet wurde, um Korruption, Betrug und Missbrauch von EU-Geldern, sondern ausschließlich um den Vorwurf von Kartellabsprachen. Zudem wies Klein daraufhin, dass im Rahmen besagter Ermittlungen auch andere polnische Baukonzerne befragt worden seien. Darunter das namhafte Unternehmen „Alpine“. Es konnte in den vergangenen Wochen und Monaten einige sehr große Projekte in Polen für sich gewinnen. Die Sprecherin des Konzerns gibt jedoch Entwarnung, Alpine sei in die Kartellabsprachen nicht verwickelt, das werden die Ermittlungen auch noch ergeben.
Wie sich die Ermittlungen in diesem Fall in den nächsten Wochen entwickeln werden, bleibt indes abzuwarten. Zunächst einmal geht es darum, Strabag zu entlasten. Denn bereits in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Ermittlungen bezüglich Steuern und auch Moskau hatte schon gegen den Baukonzern ermittelt.